Was fuer ein Urlaub das wiedermal war! Kaum zu glauben, was wir alles erlebt haben...Aber ich fang einfach mal von vorne an:
Am 23.12. sind wir gegen 4 Nachmittags in Cancun, Mexiko gelandet. Wir sind von Flughafen aus direkt zur Mietwagengesellschaft und haben unseren Jeep abgeholt. Der war zwar noch recht neu, aber schon ziemlich arg genutzt und der Innenraum stank fuerchterlich. Anscheinend hat ihn schonmal jemand unter Wasser gesetzt. Naja, wir kennen das, sowas passiert. Randy hat ihn ausfuehrlich inspiziert und alles scheinte zu funktionieren. Den Papierkram fuer Belize konnten wir sofort bekommen, aber um die Grenze nach Guatemala zu ueberqueren benoetigte man anscheinend beglaubigte Unterlagen, die mindestens 48 Std dauern sollten. Super. Damit hatten wir natuerlich nicht gerechnet. Wir haben veranlasst, die an eine andere Mietwagenfiliale weiterzuleiten, weiter suedlich und naeher an der Grenze zu Belize, und wir entschlossen uns, die kommenden 2 Tage in Mexiko zu verbringen und die Papiere am Montag morgen abzuholen.
Gegen 7 ging's also los, und da war es schon stockdunkel. Wir hatten ehrlichgesagt gar keine so rechte Ahnung, wo man in der Naehe am besten campen kann, also fuhren wir einfach mal los in Richtung Strand. Allerdings waren ueberall Ferienresorte und Hotels, so dass wir verzweifelt nach einem Zeltplatz gesucht haben. Zwischendurch haben wir bei einem engen Umdrehmanoever auch unseren Plastikkotfluegel verloren, den Randy aber wieder gekonnt angebaut hat. Jedenfalls haben wir die erste Nacht in einem Hotel verbracht.
Am naechsten Tag ging's weiter in Richtung Sueden. Mit Tageslicht ist das Ganze schon viel leichter. Wir haben ein paar Straende angeschaut und am Nachmittag sind wir in einer kleinen, suessen Bar stecken geblieben. Die Besitzerin hat uns angeboten, dass wir in einem offenen Strandhaus, dass sich direkt ueber der Bar befand, uebernachten durften. Das haben wir uns nicht 2 Mal sagen lassen. Am Sonntag haben wir eine Privattour durch eine Hoehle, die im Dschungel auf einem Grundstueck eines Mayas Volkes ist, bekommen. Die war teilweise unter Wasser und richtig cool. Und schnorcheln waren wir. Fuer Randy war es das erste Mal und er war total begeistert. Im Dschungel gibt es uebrigens Baeume, die einem bei Beruehren Verbrennungen dritten Grades zufuehren koennen. Wir haben uns diese Baeume angeschaut und sehr gut eingepraegt. Laut der Mayas gibt es ein Heilmittel. Und zwar der Saft eines Baumes, der sich immer im Umkreis von ca. 500 m des "Feuerbaumes" befindet. Gluecklicherweise mussten wir das niemals austesten.
Am Montag wollten wir dann endlich unsere Unterlagen fuer Guatemala abholen, die waren allerdings nicht fertig. Mehr Zeit verlieren wollten wir nicht, deswegen sind wir weiter nach Belize gefahren. Viele Mexikaner hatten uns gewarnt, dass wir ja vorsichtig sein sollten. Aber unsere Erfahrung war, dass wir noch keine freundlicheren Menschen als die Einwohner von Belize getroffen haben.
Das haben wir sehr schnell festgestellt, denn in der ersten Nacht in Belize sind wir mit dem Jeep in sumpfigem Gras steckengeblieben. Natuerlich hatten wir keinerlei Werkzeuge wie sonst immer. Keinen ordentlichen Wagenheber, keine Seilwinde, keine Schaufel. Wir haben mehrere Stunden versucht, den Jeep freizubekommen. Und die ganzen Viecher, die uns im Dunkeln ueber den Weg gekrochen sind. Gottesandeterinnen, Skorpione, Termiten, unzaehlige Spinnen und Muecken...Wahnsinn. Gegen Mitternacht haben wir aufgegeben und uns im Zelt schlafen gelegt. Am naechsten Morgen haben wir direkt im ersten Haus des nahegelegenen Dorfes eine Dame gefunden, die Leute im Dorf kannte, die uns helfen konnten. Die sind dann mit einer Mannschaft angerueckt und nach 2 Std war der Wagen frei. Es war gar nicht so einfach, denn gescheite Werkzeuge hatte auch dort niemand. Es sind einfach ganz andere Verhaeltnisse als bei uns. Jedenfalls hat keiner der Jungs aufgegeben, bis wir endlich befreit waren.
Und weiter gings in Richtung Sueden. Wir sind bis zu einem See gefahren, der sich Honey Lake nannte ("Honigsee"). Dort befand sich ein riesiges, privates Grundstueck, das eigentlich zum Campen gedacht war, auf dem sich aber ausser dem Hausmeister keine Menschenseele befand. Also hatten wir den ganzen See fuer uns alleine. In dieser Nacht haben fiel nicht nur unser erster Regen, sondern Randy wurde auch ploetzlich ganz furchtbar krank. Er hat sich stundenlang uebergeben und Durchfall hatte er auch. Ihm ging es hundeelend, und ich konnte absolut nicht machen. Wir wissen bis heute nicht, was es war. Wahrscheinlich die ganzen Bisse von den Viechern der Nacht bevor, denn wir waren uebersaet mit Stichen. Irgendwas hatte Randys Koerper jedenfalls nicht vertragen.
Am Mittwoch sind wir nur circa 2 Std lang gefahren, bis wir ein Schild am Strassenrand sahen, der zu einem Spa ("Wellness Hotel") fuehren sollte. Mittem im Dschungel, an einer uralten, ungeteerten Strasse??? Das mussten wir auskunschaften. Und siehe da, es handelte sich tatsaechlich um ein super Hotel. Da es Randy eh nicht gut ging, beschlossen wir, dort eine wenn auch recht teure Nacht zu verbringen. Es was schon cool, was da so alles geboten wurde. Das Essen war erstklassig, es gab ein warmes Mineralschwimmbad, und zwei mit normalem Wasser. Umgeben von den wildesten Pflanzen. Einen Squashplatz gab es, und ein Fitnessstudio. Die Massagen haben wir nicht ausprobiert, aber sie haben sich sehr verlockend angehoert. Ein wirkliches Juwel, dass wir unter anderen Umstaenden wahrscheinlich nie gefunden haetten!
Am Donnerstag sind wir in Richtung Belize City gefahren. Diese Stadt soll ziemlich gefaehrlich sein, und jeder riet uns davon ab, uns dort im Dunkeln aufzuhalten. Wir hatten eigentlich geplant, dort ein Hotel zu suchen und am Freitag eine Faehre zu den beruehmten Cayes zu nehmen. Das sind hunderte von Inseln inmitten vom zweitgroessten Riff der Erde. Da wir aber am Sonntag schon wieder fliegen mussten, haben wir uns schweren Herzens entschlossen, am gleichen Tag noch Belize City zu verlassen und zurueck in Richtung Flughafen zu fahren. Denn man weiss nie, was uns sonst noch so alles passiert, und Randy ging es ausserdem immernoch ziemlich schlecht. Am Ende haetten wir es nicht mehr rechtzeitig zumn Flughafen geschafft.
Den Freitag und Samstag haben wir auf Cozumel verbracht, einer Urlaubsinsel in Mexiko die mich stark an Mallorca erinnerte. So gar nicht unser Ding, aber wir haben tapfer mitgespielt. Diese Insel ist ein sehr beliebtes Ziel fuer Kreuzfahrschiffe, und an dem Wochenede waren 5 davon im Hafen. Wir waren mit gefuehlten 1000 Leuten schnorcheln und haben uns mitten ins Getuemmel der Stadt gestuerzt. Das seltsame war, dass gegen 8 Abends alles wie ausgestorben war, das anscheinend um die Uhrzeit das Unterhaltungsprogramm auf den Schiffen stattfand. Wir feierten mir ein paar anderen Amerikanern ins neue Jahr herein und am Sonntag ging es wieder zurueck in die Realitaet.
Alles in allem hatten wir einen super Urlaub mit klasse Wetter und tollen Erfahrungen!
Hier sind also die Bilder:
Mexico-Belize 2011/12