Tuesday, May 1. 2012
Unser letzter Mexikobesuch war etwas ganz Besonderes: Randys erstes Rennen in seinem neuen Rennauto!!! Das Team bestand aus seinem Beifahrer Marky, der seine Freundin und Eltern mitgebracht hat. Dann waren 2 Jungs aus Randys Shop mit von der Partie, sowie 3 von Randys Freunden und natuerlich Dos und meinereiner. Jeder hatte bestimmte Aufgaben zugeteilt bekommen. Wir hatten insgesamt 2 Pitstops und ein Fahrzeug, das der "wandernde Pitstop" war, falls zwischendurch auf der Strecke irgendwas benoetigt werden sollte. Jedes Fahrzeug hatte ein Funkradio, ueber das wir mit Randy in Kontakt standen (ausser er war zu weit weg). Randy ist in Klasse 1 gestartet, was aber nicht die Klasse ist, in der er im Endeffekt antreten wird. Klasse 1 ist "unlimited", das heisst man kann so viel PS haben wie man will (und Kohle hat). Er wird im kommenden Jahr in Klasse 10 starten wird und an der kompletten Serie teilnehmen (6 Rennen pro Jahr). In Klasse 10 ist der Motor limitiert (4 Zylinder und zw. 1750 und 2000cc), von daher ist es auch nicht so kostenaufwaendig wie Klasse 1. Momentan wird das Rennfahrzeug umgebaut, und Ende des Jahres wird er hoffentlich nochmal an einem Rennen teilnehmen koennen, bevor es dann richtig losgeht, mit Punkten und allem Drum und Dran.
Jedenfalls war dieses Rennen nur ein Testrennen, um zu sehen, wie das Auto laeuft und wie die Konkurrenz ist. Insgesamt sind schaetzungsweise 30 Fahrzeuge gestartet, davon 3 in Klasse 1, und Randy ist tatsaechlich zweiter in seiner Klasse und insgesamt geworden. Ein richtig tolles Ergebnis, vor allem da derjenige, gegen den er verloren hat, schlappe 500 PS mehr hatte und er trotzdem nur 17 Minuten hinter ihm war. Die Strecke bestand aus 2 Runden zu je 250 km, also hat er in ca. 7 Std insgesamt 500 km zurueckgelegt. Es war von allem was dabei, schnelle Abschnitte und extrem langsame und schwierige, Sandduenen, Steine, Felsen, Flussbette, Berge, und was weiss ich noch alles. Grundsatzlich ist bei Wuestenrennen das ans Ziel kommen schon eine tolle Leistung, da bestimmt 50% ausfallen. Aber Zweiter, das ist schon echt super!
Bilder gibt's hier: Sandstorm 300 April 2012
Tuesday, April 17. 2012
Manche von euch wissen vielleicht, dass wir letztes Jahr schonmal nach einem Grundstueck im Norden von Arizona geschaut haben, das an einem Bach liegt und mitten im Wald ist. Eben mehr oder weniger fernab von der Zivilisation. Und nicht allzu weit weg sollte es sein, damit man es bequem ueber ein Wochenende besuchen kann. Das Gute am Norden Arizonas ist, dass es dort wesentlich kuehler ist als bei uns und man im Sommer super der Hitze entkommen kann. Mit Solarenergie und einem Bach muss man auch nicht ins oeffentliche Netz eingespeisst sein und ist somit voellig unabhaengig. Jedenfalls war unsere Suche ziemlich erfolglos, da es nur wenig Land gibt, das ueberhaupt privat besessen werden kann aufgrund der Nationalparks und indianischen Gemeinden. Eine gewisse Preisgrenze sollte natuerlich auch nicht ueberschritten werden. Letzte Woche erhielten wir jedenfalls eine E-Mail von unserer damaligen Maklerin. Sie haette etwas fuer uns 15 km noerdlich von Young, Arizona, und falls wir noch Interesse haetten, sollten wir sie anrufen. Gesagt, getan, und letzten Samstag haben wir uns kurzfristig das 0,4 ha grosse Grundstueck angeschaut. Fahrtzeit war trotz Schnee 2 ½ Std, also perfekt (die letzte ½ Stunde davon ungeteerte Strasse, ganz nach unserem Geschmack). Das Haupthaus steht auf dem Berg und ist relativ neu renoviert. 85 m² mit 2 Schlafzimmern, 2 Baedern, Kueche, Wohnzimmer mit Kamin und Waschmaschine mit Trockner. Ausserdem hat das Haus eine grosse Terasse mit einem tollen Ausblick. Am Fuss des Berges steht eine relative heruntergekommene Huette, die ich eigentlich viel cooler finde als das Haus. Daraus kann man was richtig Rustikales machen, ohne Schnickschnack. Und ne Schaukel gab’s. Der Bach (Haigler Creek) ist ca. 10 Meter von unserer Grundstuecksgrenze weg und ist klasse zum Fischen geeignet (hauptsaechlich Forellen).
Nun gut, hier sind also die Bilder:
Haigler Creek Cabin
Wir haben heute ein Angebot gemacht und muessen jetzt erstmal abwarten. Wenn alles klappt, haben wir uns einen weiteren Lebenstraum erfuellt!!!
Anstatt nach Hause zu fahren, sind wir am Samstag in unserer geliebten PB Cabin geblieben. Wir waren da ja schon oefter und ich habe schon einige Bilder davon gepostet. PB Cabin ist eine gute Stunde Stunde vom Grundstueck entfernt. So wie diese Huette will ich “unsere” Huette herrichten. Ganz spartanisch mit Kamin, damit man warm bleibt. Denn in der Gegend ist es im Winter saukalt. Am Samstag zum Beispiel hat es geschneit und von der Feuchtigkeit war der ganze Boden durchnaesst. Randy war am Sonntag 2 Stunden in der Waschanlage, um den Schlamm vom Truck herunterzuwaschen. Aber Spass hat’s gemacht, und das ist schliesslich die Hauptsache. Hier noch mehr Photos:
PB Cabin
Monday, March 19. 2012
Uiuiui, ich bin ja soooo weit hinterher mit meinen Eintraegen. Mir
ist
ausserdem aufgefallen, dass ich noch gar nicht erwaehnt habe, dass ich
seit dem 3.1. nen neuen Job habe. Ich arbeite jetzt bei der Stadt, und
zwar bei der "City of Mesa". Mesa hat ca. 440.000 Einwohner und liegt
direkt neben Tempe (13 km Arbeitsweg anstatt 24). Ich bin ein "Senior
Transportation Engineer" und die direkte Vorgesetzte von vier Leuten
(drei Maenner, eine Frau), die allesamt schon mehrere Jahre bei der
Stadt sind und mehr oder weniger wissen, wo der Hase langlaeuft. Jedem
meiner Teammitglieder ist ein bestimmter Stadtteil zugeteilt, und sie
kuemmern sich dann um die Anrufe, die sie von Anwohnern bekommen und
eben alles, was mit Verkehr zu tun hat. Schulen, die ne Ampel wollen,
Anwohner, die einen markierten Fussgaengerueberweg wollen, Schilder, die
von Baeumen verdeckt sind, bei toedlichen Unfaellen untersuchen wir, ob
von unserer Seite aus etwas gemacht werden kann, um diese in Zukunft zu
verhindern, wie z.B. zusaetzliche Beschilderung etc. Mir macht der neue
Job superviel Spass und was richtig cool ist: Ich arbeite nur noch 4
Tage die Woche, Mo - Fr von 7 - 18 Uhr. Meistens bin ich laenger im
Buero, weil es so viel zu tun gibt und ich jede Menge lernen muss, aber
Freitags frei ist schon spitze. Unter der Woche komme ich halt zu gar
nichts mehr. Ich stehe um 4:30 Uhr auf, mache Zuhause Sport, dann
Fruehstueck fuer Randy und gegen 19 komme ich nach Hause. Spaetestens um
21 Uhr liege ich im Bett, im Idealfall sogar schon frueher. Mein
Jobwechsel war allerdings eine der besten Entscheidungen meines Lebens!
Es gibt ein super Rentenprogramm, klasse Krankenversicherung, und die
Aufstiegsmoeglichkeiten sind auch hervorragend, da einige meiner
Vorgesetzten in den naechsten 3-6 Jahren in den Ruhestand gehen.
Perfektes Timing.
Jetzt fange ich eben wieder von vorne an mit dem Urlaub ansammeln. 8 Std
pro Monat, also 2.4 Wochen pro Jahr plus 10 Feiertage. Ab dem dritten
Jahr bekomme ich 3.6 Wochen pro Jahr. Ausserdem habe ich endlich mal
Krankheitstage (8 Std pro Monat), das gab es bei mir noch nie. Dafuer
musste ich immer Urlaub nehmen. Das Beste ist, dass ich mich nicht mehr
mit einem absoluten Mikromanager wie meinem vorherigen Chef
herumschlagen muss. Er hat uns immer wie Kleinkinder behandelt und
musste sich staendig ueberall einmischen. Wenn wir ins Buero kamen und
wir nicht laut und deutlich "Guten Morgen" sagten, damit er es am
anderen Ende vom Gebaeude hoeren konnte, gab's Aerger. Und wenn wir
abends um 17:30 Uhr gehen wollten, hat man ihm am besten um 17 Uhr schon
Bescheid gesagt, weil ihm garantiert noch was einfiel, dass wir fuer
ihn erledigen sollten. Wenn wir um 7 Uhr auf Baustelle fahren mussten,
ging um 10 nach 7 das Handy und er wollte wissen, wo wir sind. Total
anstrengend. Jedes Mal, wenn ich ihm ueber den Weg laufe, fragt er mich,
ob ich denn wieder "richtige Arbeit" machen will, ich koenne jederzeit
wieder bei ihm anfangen. Aehm...NEIN, DANKE!
Letzte Woche haben wir ausserdem unseren 3-jaehrigen Jahrestag gefeiert. Wanhsinn, wie schnell die Zeit immer vergeht...
Und hier jetzt endlich mal wieder neue Photos, die schon laengst
ueberfaellig sind. Anfang Februar waren wir wieder beim Parker 425
Rennen, wie auch schon die letzten beiden Jahre. Randy ist diesmal
gestartet und hat die erste von 3 Runden super hinbekommen. Leider wurde
Randy ziemlich krass von hinten gerammt und hatte ein Schleudertrauma.
Hier ist ein extrem cooles Bild, dass aus nem Hubschrauber fotografiert
wuerde, kurz bevor Randy (ganz links) gerammt wurde.
Robby Gordon, ganz rechts, ist einer der beruehmtesten Rennfahrer
und hat den Truck vor ihm gerammt und den dann in Randy
hineingeschoben...Der arme Kerl hatte 2 Wochen lang Nackenschmerzen.
Der
eigentliche Besitzer von dem Rennauto ist in der 2. Runde eingestiegen
und hat direkt den Motor kaputt gefahren. Das liegt wohl daran, dass er
wenig Erfahrung hat und immer nur dieses eine Rennen faehrt ohne zu
ueben. Sobald er dann das Fahren anfaengt, wird er ungeduldig und gibt
viel zu viel Gas. Jedenfalls hat er jetzt die Schnauze voll und
verkauft sein Fahrzeug. Randys Eltern waren wie immer dabei, und noch
andere Freunde der Familie. Es war trotz allem ein richtig schoenes
Wochenende.
Parker 425
Letztes Wochenende waren wir in San Felipe, Mexiko, um einem guten Kumpel von Randy (Mike)
beim San Felipe 250 Rennen zu helfen. Mike hat 6 Jahre lang an seinem
Trophy Truck gebaut (Kostenpunkt: ca. 1/2 Milionen Euro nur fuer den
Truck, in schwarz auf den Bildern zu sehen, dazu kommen noch ca. 250.000
Euro fuer den sogenannten Prerunner, der rote Ford, mit dem man den
Kurs vorher abfaehrt, und die gesamte Ausruestung) und brauchte ein
professionell organisiertes Rennteam. Wir waren insgesamt 5 Gruppen, die
alle ihre speziellen Aufgaben hatten und an verschiedenen Stellen
entlang des Rennkurses positioniert waren. Jedes Fahrzeug hatte Benzin,
Reifen, Werkzeuge, Verschleissteile fuer den Truck (Wasserpumpe,
Anlasser, Benzinpumpe, etc.), und jeder Schritt wurde mehrmals geuebt
und die Zeit gestoppt, damit wir wussten, wie lange alles dauert. Leider
kam Mike nicht weit, da der Motor schon nach der 8. Meile explodiert
ist. Das war aber in diesem Fall kein Fahrfehler. Mike ist ein sehr
erfahrener Rennfahrer, es war einfach dumm gelaufen. That's racing -
sowas passiert. Achtung - viele der Photos sind von Rennautos, weil
Randy zeitweise die Kamera hatte. Wie ein Kind an Weihnachten war er,
total gluecklich und hat von jedem Fahrzeug 5 Bilder gemacht. Keine
Angst, ich hab die meisten Photos geloescht:
San Felipe 250
Und bei dem ganzen Gerede von Rennen hier und da muss ich natuerlich auch erwaehnen, dass Randy sich einen jahrelangen Traum erfuellt hat:
Das ist sein ganzer Stolz (ausser mir und unserem Hundi natuerlich) und er kann es kaum erwarten, sich hineinzusetzen und am ersten Wettbewerb teilzunehmen. Er hat schon einige Sponsoren und am 21. April findet sein erstes Rennen in Mexiko statt. Ich muss dazu sagen, dass er 12 Jahre lang Rennen gefahren ist, bevor er seine eigene Firma eroeffnet hat. Er weiss also, was er tut. Ich freue mich jedenfalls, dass er gluecklich ist und dass er die Dinge, von denen er traeumt, in die Wirklichkeit umsetzt anstatt ihnen sein Leben lang hinterherzulaufen (da sind wir uns wohl aehnlich)...Denn man weiss nie, wann es zu Ende ist. Man muss also mitnehmen, was man kann, und wir haben ne Menge Spass dabei!!!
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